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Das schreibt der Hotellier vom Spitzhorn in Gstaad

Superschweizer veröffentlich hier das Statement von Herr Wichman Michel, dem Direktor des Hotel Spitzhorn in Gstaad. Er setzte das in sein Facebook Account.

Öffentliche Stellungnahme

Ich sehe heute die Notwendigkeit, folgende Informationen mit der Öffentlichkeit zu teilen.

Als seriöser Unternehmer hatte ich im März 2010 einen Pachtvertrag für das Boutique-Hotel Ermitage in Château-d’Œx unterzeichnet. Voraussetzung für den Vertragsabschluss war ausdrücklich, dass der Betrieb gesetzeskonform übergeben wird und sämtliche behördlichen Auflagen erfüllt sind.

Konkret ging es dabei unter anderem um:
Brandschutz (z. B. Brandtüren)
Decken- und Baustrukturen
Kücheneinrichtung und technische Anlagen.

In der Praxis stellte sich jedoch heraus, dass nahezu nichts den gesetzlichen Vorschriften entsprach. Trotzdem verfügte der Betrieb über eine gültige Betriebsbewilligung, in der gegenüber der Gemeinde erklärt wurde, dass alles ordnungsgemäss sei.

Da mir die Situation äusserst problematisch erschien, beauftragte ich am 28. Oktober 2010 die Eurofins Scientific AG - Schönenwerd mit einem unabhängigen Inspektionsbericht. Der Bericht umfasste 18 Seiten und bestätigte eindeutig, dass der Betrieb in zahlreichen Bereichen, einschliesslich des Brandschutzes, nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprach.

Als Unternehmer sah ich mich gezwungen, eine schweizerische Behörde davon zu überzeugen zu müssen, mir unter diesen Umständen keine Betriebsbewilligung zu erteilen. Der Eigentümer des Objekts sowie die Gemeinde vertraten jedoch eine andere Auffassung. Aus diesen Gründen habe ich den Pachtvertrag nie angetreten.                                                                                                                                                                                                                                                                                               Es war für mich kaum nachvollziehbar, dass ich die Behörden überhaupt auf diese Missstände aufmerksam machen musste. Der Eigentümer, ein wohlhabender ausländischer Unternehmer, verfügte über sehr gute Kontakte auf Gemeindeebene.

Ich leitete daraufhin ein Gerichtsverfahren gegen den Eigentümer ein, dass ich rasch gewann. Der Betrieb wurde von mir nie übernommen.

Im März 2011 verarbeitete ich diese Erfahrungen in meiner Diplomarbeit mit dem Titel: „Persönliche Werte – Treibkraft des Erfolges“.

Heute bin ich dankbar, mein Unternehmen erfolgreich in der Deutschschweiz führen zu dürfen.


Samstag 10.01.2026